
9.11.05 12:17
DFG-VK fordert den DaimlerChrysler Konzern zum Ausstieg aus der Rüstungsproduktion auf!
Von: Joachim Thommes DaimlerChrysler
ist über lukrative Unternehmensbeteiligungen u.a. bei der Produktion
von Streubomben und dem umstrittenen Raketenprogramm MEADS aktiv.
Der größte Anteilseigner am europäischen
Rüstungsriesen European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) war
und ist die DaimlerChrysler AG mit einem Aktienpaket von rund 30 %. Wie
der DFG-VK Bundessprecher und Buchautor Jürgen Grässlin in seinem neuen
Buch „DAS DAIMLER-DESASTER - vom Vorzeigekonzern zum Sanierungsfall?“
eindrucksvoll darstellt, entkleidet sich der Konzern jeglicher
ethischer Verantwortung und rüstet insbesondere über die europäische
Rüstungsschmiede EADS weltweit kräftig mit. Unter der Überschrift „Das
Ethik Desaster“ breitet Grässlin ausführlich diese dunkele Seite des
DaimlerChrysler Konzerns aus. EADS rechnet 2005 mit weiterem Wachstum
im so genannten „Verteidigungsgeschäft“ und peilte noch zu Beginn
dieses Jahres ein Umsatzziel von 10 Milliarden Euro an.
Die DFG-VK fordert daher den DaimlerChrysler
Konzern zum Ausstieg aus der Rüstungsproduktion auf und kündigt für das
Jahr 2006 eine Postkartenaktion an. Hierzu stellt Joachim Thommes,
Politischer Geschäftsführer der DFG-VK dar: „Gemeinsam mit anderen
Organisationen aus der Friedens- und Sozialbewegungen wollen wir auf
die - aus unserer Sicht - nicht verantwortbare Rüstungsproduktion und
die inhumane Rüstungsexportpolitik des Konzerns aufmerksam machen.
Insbesondere werden wir die Mercedes-Fahrzeugkunden mit einer breit
angelegten bundesweiten Postkartenaktion über die - in den Augen der
DFG-VK- skrupellose Rüstungsbeteiligungsstrategie des Konzerns
aufklären.“
Nachdem die Tagesthemenmoderatorin Anne Will
bereits von der rot-gruenen Bundesregierung gefordert hatte: „Es muss
verboten werden, dass Streubomben überhaupt hergestellt werden. Nur so
kann man sicherstellen, dass sie nie wieder abgeworfen werden.“
forderte Tatort-Kommissarin Ulrike Folkerts unlängst DaimlerChrysler
direkt auf: Der Autokonzern müsse „aufhören mit der Produktion von
solchen Teilen, um so eine Munition zu produzieren. Und solange er das
macht, werde ich nicht bereit sein, einen Mercedes zu fahren geschweige
denn einen zu kaufen.“ Sie werde erst dann wieder Mercedes-Kundin, wenn
der Konzern darlege „wir hören auf mit der Produktion“.
Darüber hinaus rät die DFG-VK Interessierten zur
raschen Einsichtnahme in das Buch „DAS DAIMLER-DESASTER - vom
Vorzeigekonzern zum Sanierungsfall?“, da bereits ein heftiges
juristisches Tauziehen um das Buch im Gange ist.
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