Zu Artikel zu Jürgen E. Schrempp
»Wertpapieraufsicht weitet Ermittlungen aus« Die Bundesagentur für Finanzdienstleistungsaufsicht hat erste Hinweise auf mögliche Kursmanipulationen und Insiderhandel bei DaimlerChrysler. Die Behörde untersucht zurzeit Wertpapiergeschäfte im Zusammenhang mit der Rücktrittsankündigung von Vorstandschef Jürgen Schrempp. Düsseldorf - Die
Bundesagentur für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weitet nach einem Bericht des
»Handelsblatts« ihre Untersuchungen aus. Die Behörde habe eine förmliche Untersuchung
des Börsenhandels im Vorfeld des Schrempp-Rücktritts eingeleitet, zitiert die Zeitung
eine Sprecherin der Behörde. Nach früheren Angaben aus Unternehmenskreisen war Schrempps Abgang seit längerem vorbereitet worden. Kritiker sind deshalb der Ansicht, dass Unternehmensinsider möglicherweise ihren Informationsvorsprung genutzt haben könnten, um an der Rücktrittsmeldung zu verdienen. Derartige Deals sind strafbar. So behauptet etwa der Sprecher der Vereinigung Kritischer Aktionäre, Jürgen Grässlin, er sei vorab über den Rücktritt informiert gewesen. In einem Interview mit der »Jungen Welt« behauptete der Daimler-Kritiker gar, dass »zwei mir namentlich bekannte Führungskräfte über Dritte Insider-Geschäfte getätigt und sich damit illegal bereicht haben«. DaimlerChrysler nennt Grässlins Darstellung "unwahr" und hat nach eigenen Angaben rechtliche Schritte eingeleitet. Nach Schrempps Demissionsankündigung hatten Top-Manager von DaimlerChrysler in großem Stil Aktienoptionen eingelöst und Kasse gemacht. Neben Mercedes Chef-Eckhard Cordes verkauften auch Smart-Chef Ulrich Walker und weitere Top-Leute kräftig Anteile.
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