von amnesty international, BUKO-Kampagne
Stoppt den Rüstungsexport, Kampagne gegen Rüstungsexporte bei Ohne Rüstung Leben,
Deutsches Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen (DAKS), Deutsche Friedensgesellschaft -
Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), AG Rüstungsexport im Netzwerk
Friedenskooperative, Oxfam Deutschland, RüstungsInformationsBüro (RIB e.V.) anlässlich
der Debatte im Bundestag am 10. März 2005 über den Rüstungsexportbericht 2003 Der Bericht belegt auch, dass immer noch Lieferungen an problematische Staaten an der Tagesordnung sind. Eine konsequente Berücksichtigung von Menschenrechten, Gewaltprävention und nachhaltiger Entwicklung als Kriterien für die Exportentscheidungen ist weiterhin nicht nachvollziehbar. »Aus menschenrechtlicher Sicht völlig unverständlich sind beispielsweise die Genehmigungen für Kleinwaffen, Munition oder Waffenteile nach Ägypten, Saudi-Arabien, Thailand, Malaysia oder Mexiko«, sagte Mathias John, Rüstungsexperte von amnesty international. »Angesichts solcher Genehmigungen sind die Politischen Grundsätze der Bundesregierung zum Rüstungsexport kaum noch das Papier wert, auf dem sie stehen.« »Von 1998 bis 2003 hat Deutschland Kleinwaffenlieferungen im Wert von rund 32 Millionen Euro in Staaten außerhalb der EU und NATO genehmigt«, kritisierte Jürgen Grässlin, der Bundessprecher der DFG-VK. »Damit bleiben die internationalen Bemühungen der Bundesregierung zur Kontrolle des Kleinwaffenhandels im Grunde Lippenbekenntnisse.« »Völlig verschwiegen werden im Rüstungsexportbericht die Lieferungen von zivil wie militärisch nutzbaren Dual-use-Gütern. Nach unseren Recherchen wurden zum Beispiel für die Volksrepublik China 510 Genehmigungen für solche Güter mit einem Gesamtwert von 248,6 Millionen Euro erteilt, obwohl ein Waffenembargo gegenüber dem Regime in Peking besteht«, erklärte Andrea Kolling, Sprecherin der BUKO-Kampagne »Stoppt den Rüstungsexport«. Die Organisationen fordern von der Bundesregierung, eine zeitnahe Vorlage des Rüstungsexportberichtes sowie eine vollständige und wesentlich transparentere Gestaltung. Darüber hinaus fordern sie, dass die Kriterien für Exportentscheidungen nachvollziehbar sind sowie eine wirksame Export-Kontrolle durch das Parlament. Es sei inakzeptabel, dass der Bericht für 2003 erst im Frühjahr 2005 im Bundestag diskutiert wird. Keinesfalls dürften weiterhin Munition und Kleinwaffen in Drittstaaten exportiert und staatliche Hermes-Bürgschaften für Rüstungsexporte gewährt werden. Der »Kampf gegen den Terror« müsse an der Beseitigung der wahren Ursachen - wie Hunger und Armut - ansetzen und dürfe nicht durch weitere Waffenexporte verschärft werden. Die genannten Nicht-Regierungsorganisationen unterstützen die Forderungen jeweils im Rahmen ihrer eigenen Aufgabenstellungen und Mandate.
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